Ressourceneffiziente Bebauungsstrukturen und Stadtgestalt Wohnbauforschung, Projekt F 1475

Die Weiterentwicklung des Siedlungssystems, seiner infrastrukturellen Teilsysteme, seiner Siedlungs- und Bebauungsstrukturen steht aktuell vor großen Herausforderungen, die in einem vielfältigen, teils dynamischen Wandel der Rahmenbedingungen (z.B. demografischer Wandel, Klimawandel) und einer Verknappung der verfügbaren Ressourcen (Grund und Boden, Energie) begründet sind. Diese Problematik wird durch den ungebremsten Zuwachs an Siedlungs- und Verkehrsflächen verschärft.

Den Forderungen nach Energieeinsparung, Ökobilanzen und Stoffstrommanagement im Gebäudebereich wird seit geraumer Zeit auf Objektebene Rechnung getragen. Konzepte für Errichtung von Niedrigenergiehäusern über Passivhäusern bis hin zu energieautarken Häusern liegen vor und werden als Einzelbeispiele in der Praxis umgesetzt.

Das auf bebauungs- und siedlungsstruktureller Ebene gegebene Einsparungspotenzial in Energie- und Ressourcenfragen ist enorm, wird aber so gut wie nicht ausgeschöpft.






















Geeignete Konzepte auf der Maßstabsebene von Siedlungs- und Bebauungsstrukturen, die zum Ziel haben, den Energieeinsatz und Ressourcenverbrauch durch Reproduktion, Substitution und Regeneration zu begrenzen sowie Nutzeransprüche, Stadtökologie, Stadtgestalt und den öffentlichen Raum ausgewogen zu berücksichtigen, fehlen oder werden in der Planungspraxis nur unzureichend berücksichtigt.

Gefordert sind Siedlungssysteme, die sowohl den Qualitätsanforderungen der Landschafts- und Stadtgestalt wie der Ressourceneffizienz auf siedlungsstruktureller Ebene genügen müssen.


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